Generalsanierung Rechte Rheinstrecke steht bevor – Erster Bauabschnitt der S 13 wird 2026 fertig

Die S 13 ist ein Schlüsselprojekt für die klimafreundliche Verkehrswende in der Region Bonn/Rhein-Sieg. Mehr Züge und der neue Verknüpfungspunkt in Vilich machen den Öffentlichen Nahverkehr deutlich attraktiver. .

Datum: 25.03.2026

Martin Metz, Landtagsabgeordneter aus dem Rhein-Sieg-Kreis: „Seit 2016 wird an der S 13 gebaut. Der Abschnitt Troisdorf–Beuel war ursprünglich bis 2026 geplant, zwischenzeitlich aber auf 2028 verschoben worden. Dass er nun doch 2026 fertig wird, ist auch ein Erfolg GRÜNER Beharrlichkeit. Damit kommen ein besseres Zugangebot und der dringend erwartete Lärmschutz früher. Die jahrelangen Einschränkungen für Anwohnerinnen, Anwohner und Fahrgäste gehen zu Ende.“ 

Katrin Uhlig, Bundestagsabgeordnete aus Bonn: „Der Fortschritt beim ersten Bauabschnitt ist gut. Ärgerlich ist jedoch, dass der zweite Abschnitt Beuel–Oberkassel erneut nach hinten geschoben wurde. Das akzeptieren wir nicht. Ich setze mich dafür ein, dass die S 13 vollständig und zügig fertiggestellt wird. Außerdem fehlen weiterhin das Überwerfungsbauwerk in Troisdorf und die Kapazitätserweiterung im Kölner Knoten. Die Bundesregierung muss diese Projekte endlich anschieben – ohne sie bleibt das Angebot zwischen Troisdorf und Bonn eingeschränkt.“  

Wie die Bahnen ab Dezember 2026 genau fahren, entscheidet der Zweckverband Go.Rheinland an diesem Freitag. Herausforderungen entstehen durch parallele Baumaßnahmen auf der Siegstrecke und linksrheinisch. Positiv ist: Die Pläne einer „Stummel-S-Bahn“ zwischen Troisdorf und Beuel sind vom Tisch. Auf GRÜNE Initiative bleibt es bei mindestens zwei stündlichen Direktverbindungen nach Köln von allen Halten – und Beuel erhält ein besseres Angebot als heute. 

Die umfassende Sanierung der rechten Rheinstrecke verbessert insbesondere die Bahnhöfe. Ein Meilenstein ist die Verlegung des Bahnhofs Bad Honnef an die Stadtbahn – ein großer Schritt für bessere Vernetzung der Verkehrsmittel. 

Während der rund sechsmonatigen Sperrung bedeutet der Schienenersatzverkehr allerdings längere Fahrzeiten und weniger Komfort. 

Julia Höller, Landtagsabgeordnete aus Bonn: Die Bahn muss ihre Zusagen einhalten! Die negativen Erfahrungen bei der Sanierung Köln–Wuppertal–Hagen dürfen sich nicht wiederholen. Es braucht ausreichend Busse, gut informierte Fahrerinnen und Fahrer und eine erreichbare Leitstelle, die auf spontane Verkehrsprobleme reagieren kann. Wir haben diese Punkte klar adressiert und erwarten als GRÜNE, dass die Bahn entsprechend handelt.“ 

Durch Umleitungsverkehre werden auch die Kapazitäten zwischen Köln und Bonn linksrheinisch sowie auf der Siegstrecke eingeschränkt. Die GRÜNEN fordern, dass die Bahn die Lage dort eng überwacht und bei Überlastungen sofort nachsteuert. 

Die Korridorsanierung auf der rechten Rheinstrecke ist erst der Auftakt. Es folgen Arbeiten auf der Siegstrecke und ab 2028 auf der linken Rheinstrecke, sowie an der Voreifelbahn. Die GRÜNEN sind überzeugt: Das Schienennetz muss jetzt konsequent modernisiert werden. Eine starke Schiene ist die Grundlage für besseren Nahverkehr und entlastet Straßen. Der Weg ist anspruchsvoll – aber wir setzen uns dafür ein, dass die Baumaßnahmen für die Fahrgäste so verträglich wie möglich umgesetzt werden.