Sperrung der Bonner Nordbrücke

1:1 Ersatzneubau muss jetzt schnell kommen

Die Autobahn GmbH hat ab dem 03.06.2026 die Vollsperrung der A565 zwischen dem Autobahnkreuz Bonn-Nord und dem Autobahndreieck Bonn-Nordost bekannt gegeben wegen Rissen in der Vorlandbrücke der Bonner Nordbrücke.

Datum: 03.06.2026

Tim Achtermeyer, Vorsitzender der GRÜNEN NRW und Landtagsabgeordneter aus Bonn: "Wichtig ist es jetzt, kurzfristig eine Taskforce zu gründen, die alle relevanten Kräfte in der Region zusammenbringen, von Kreis- und Stadtverwaltungen sowie Verkehrsbetrieben über IHK und Arbeitgeber bis zur Deutschen Bahn, um gemeinsam nach schnellen Lösungen für die nun entstehende Verkehrssituation in der Region zu suchen. Die Gründung einer TaskForce ist Aufgabe der Autobahn GmbH, aber auch der Oberbürgermeister und der Rhein-Sieg-Landrat stehen hier in der Verantwortung."

Martin Metz, Landtagsabgeordneter aus dem Rhein-Sieg-Kreis: "Es ist gut, dass die Autobahn GmbH nun noch einmal prüft, ob es technisch verantwortbare Möglichkeiten gibt, das bestehende Brückenbauwerk noch einmal so zu ertüchtigen, dass die Brücke vorübergehend genutzt werden kann. Falls der Worst Case eintritt und die Brücke dauerhaft gesperrt bleibt, muss sich alles daran orientieren, die Auswirkungen so gut es geht zu mildern. Dazu gehört eine Koordination mit der DB, die ab Juli die rechte Rheinstrecke sperrt, oder auch mit anderen Autobahnbaustellen in der Region wie am Kreuz Bonn/Siegburg. Es müssen Umleitungsstrecken in der Region identifiziert und optimiert werden."

Dr. Julia Höller, Landtagsabgeordnete aus Bonn: "Es muss jetzt auch geprüft werden, welche alternativen Möglichkeiten für Verkehrsmittel innerhalb Bonns weiter gestärkt werden können. Bus und Bahn müssen häufiger fahren und dürfen nicht im Stau stehen. Die Potenziale des Fahrradverkehrs müssen wir abrufen oder auch eine zweite Fähre in Mondorf in Betracht ziehen. Alternativen zur Nutzung der Nordbrücke mit dem Auto zu schaffen, liegt klar in der Verantwortung von Oberbürgermeister Deus und Landrat Schuster."

Katrin Uhlig, Bundestagsabgeordnete aus Bonn: "Die Nordbrücke ist die zentrale Rheinquerung im Bonner Raum. Die schnellste und kostengünstigste Lösung wäre ein identischer Ersatzneubau ohne große Verbreiterungen. Das spart Planungszeit und Kosten. Die aktuellen Entwicklungen machen diese Diskussion dringlicher denn je! Ich fordere Bundesverkehrsminister Schnieder auf, nach Bonn zu kommen."